okopukopu

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Bei meinem Weihnachtsspaziergang nach Okupukopu gehe ich fast im Busch verloren. Das Dorf ist nur über einen Trampelpfad zu erreichen, der zwischen ausgedehnten, mit Maniok gesäumten Yamsfeldern und auf schlammigen, fast zugewucherten Wegen am Mangrovensumpf entlang mäandert. Okupoku finde ich nicht. Irgendwann komme ich wieder auf die Schotterstraße und von dort nach Okeboma. Auch hier gibt es eine Grundschulbaracke, die Hütten sind auf Stelzen aus Bastmatten und haben geflochtene Palmblattdächer. Ein Architekt, der das Dorfleben der Stadt vorgezogen hat, erzählt, dass früher, vor den Hygienemaßnahmen der Missionare, die Dächer bis auf den Boden gingen und man direkt auf der Erde lebte. Da wo direkt im blitzsauber gefegten Garten auch die toten Ahnen begraben sind. Die notorische Kindermeute folgt mir bis zum Strand, plötzlich bin ich somit an der Ostküste. Weißer Sand, leichte Brandung, hinein mit allen Klamotten am Leib, wie es sich gehört. Ein paar Boote, Fischer, Postkartenidylle. Zurück in der Lodge ist niemand. Ein starkes Gewitter erleichtert den Pfaffen ihre Weihnachtspredigt. Weit nach Mitternacht zieht ein Gruppe durchnässter Kinder Gottes Gospel singend durch die Dörfer.

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