Archiv der Kategorie: garten

Ausverkauf

Der Blumenfrau sind die Hände gefroren. Auf den Bürgersteigen liegen Tannenbäume herum. Frostzucker hat sie konserviert. Angebot, Angebot ruft ein bemützter Verkäufer, gebeugt über Berge von Ananas, Mango, Kaki, Litschi. Das Straßenpflaster am Paul-Linke-Ufer glänzt schwarz im geschmolzenen Schnee. Auf … Weiterlesen

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Cloud mit Kirschblüte

Temperatursturz. Die Wolken haben sich wie ein wattiger Lappen auf uns gesenkt, es regnet nicht, die Luft weht in nassen Schwaden durch die Gassen, hängt triefschwer in den Bäumen, schüttelt sich als Duschschauer aus den Blättern, hängt als silberne Tropfen … Weiterlesen

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Schöpfung, mach mich fertig

Bambus knarzt im Wind wie ein Haus voller alter Möbel, Türflügel wehen zu, klemmende Schubladen gehen sich wie von Geisterhand auf. Was dem Feuer widerstand, wurde mit der Machete niedergemacht. Zwischen langen, wie Mikados gefällten Stöcken keimen Maisschößlinge aus der … Weiterlesen

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Die Geister haben schlechte Laune

Ameisen haben den Klebreis im Bambusrohr erobert, das Kartoffelcurry beschert mir eine nächtliche Entschlackungskur, die Minivans zum nächsten Ziel sind ausgebucht. Irgendwie läuft das neue Jahr suboprimal an. Es ist wohl an der Zeit, die Geister zu bestechen. Drei Stunden … Weiterlesen

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Der Wandermönch und die Waisenkinder

Die Wolken hängen zu tief für das Flugzeug, das ansonsten einmal am Tag von hier aus nach Chiang Mai abhebt. Ostwärts hinter der Landebahn führt die Straße noch etwa drei Kilometer sanft ansteigend durch den Wald, an einem kleinen Stausee … Weiterlesen

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Geisterhäuschen

Das gelbe Sorng-taa-ou, wie diese überdachten Pritschenwagen mit Bänken rechts und links heißen, fährt nicht um 11 wie angekündigt, sondern schon kurz nach 10 ab. Es fährt auch nicht die Straße nach Ban Sam Leap hoch, sondern das Flusstal entlang. … Weiterlesen

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Pforten der Wahrnehmung

Wie still kann es sein. Kein  Windhauch durchdringt den Dschungel, keine Blätterkrone rauscht, kein Bambus ächzt, kein Laub raschelt. Selbst die Vögel sind still. Ein Specht klopft, er ist mein Herz.

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Schlendrian

Es muss ein dicker Buddha gewesen sein, einer mit Bauchfalten und glücklichem Grinsen, vielleicht gar einer mit einem Geldsäckel in der Hand, der hier seinen Fußabdruck hinterlassen hat. Neben dem etwas achtlos platzierten Stein mit dem halbmetergroßen Relief seiner Fußsohle … Weiterlesen

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Reisende

Kalt ist es in der Nacht und auf der Fahrt über die sieben Berge auf dem Pritschenwagen. Wir ziehen die Mützen und Kapuzen ins Gesicht, wickeln die Schals bis zu den verspiegelten Sonnenbrillen, sodass wir aussehen wie eine Himalaya-Expedition. Nur … Weiterlesen

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Pastorale

Kleine Schritte, kein Plan. Wege enden in fremden Gärten. Limonen, Bananen, Ananas, Papayas. Es gibt keine Sackgassen. Pfade verlieren sich im Gebüsch. Führen zu Holzhäusern, zum Flussufer, auf Felder. Schlange, grau mit gelbgrünem Zackenmusterstreifen, kreuzt. Sonnige Felsen im Flüsschen, damit … Weiterlesen

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Dschungelfieber

  Zuerst laden wir drei 100 kg Säcke Reis, einen Karton Klempnermaterialien und einen Sack voll hellblaue Rohrknie, dann noch zwei Säcke Mandarinen und etwa 100 Melonen. Die kommen aufs Dach, zusammen mit zwei Soldaten, ihren Rucksäcken und weiteren Gepäckstücken. … Weiterlesen

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Engel

Eichhörnchen und Emma Zukunft

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Ausflug

Marek fotografiert die Wanderboje. Anne programmiert sie. Sie übt Tai Chi mit mir, Marek kennt sich mit Pilzen aus, Anne kocht sie, Marek überspielt mir Musik. Wir bestellen Unsterblichkeitskraut-Tee im Bioladen von Mysliborz und kaufen Honig am Grenzmarkt. Zwei Tage … Weiterlesen

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Für den Fall der Nüchternheit*

  Gestern hab ich Spekulatius gekauft. Bei Aldi in Lichtenberg. Das Pfund für 99 Cent. Bald ist wieder Weihnachten. *Almanach der Peter Huth Gesellschaft zu dessen 60. Geburtstag, Berlin 1978

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Gefälligkeit

Gnädig eingeblödet durch massenhafte Painkiller hab ich zum ersten Mal in meinem Leben einen TV-Tatort gesehen. Glotze gucken überhaupt das erste Mal seit Jahren wieder. Im Tatort, der mich Anfänger in mehreren Hinsichten – Machart, Frauenbilder – zum Staunen brachte, … Weiterlesen

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Pflanzen, Tiere, Sensationen

Der Garten sei der Spiegel der Welt, lese ich in einem preisgekrönten Büchlein. Das Paradies, das eingehegte Wilde, die gestaltete Natur. So wie ich mich in ihm und zu ihm verhalte, so bin ich zur Welt. Zwanghaft, pingelig, dominant oder … Weiterlesen

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hier lang

Ich seh hier Pfeile: Pelargonium citrosum, die Zitronengeranie, soll durch ihren Citronelladuft Mücken abschrecken. Hier hat sie aber eindeutige Wegweiser aufgetragen, um Bestäubertierchen zu dirigieren. Während  ich die unverwüstliche Topfpflanze auf meinem Fenstersims bewundere, sehe ich die Ratte. Draußen, drunten … Weiterlesen

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Vertilgung

Es ist ja nicht so, dass ich keine Freude an der kulinarischen Unkrautvertilgung hätte. Was im Garten gnadenlos vernichtet wird, macht mich an Stadtbrachen zur Futterklauberin. Plastiktüten immer in der Handtasche vorrätig. Ein älteres türkisches Ehepaar lässt sich animieren, die … Weiterlesen

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April

  Dieser April macht seinem TS Eliot alle Ehre. Es blüht wie verrückt und dazu schneits. Im Sauerland hatten sie vorgstern 10 cm geschlossene Schneedecke. Das lässt uns Frostbeulen dankbar die lange Unterhose anziehn, gebietet dem nackten Treiben in der … Weiterlesen

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Mähen ohne zu muhen

Das erste Mal ist immer  zu früh.  Dabei fällt dem elektrischen Rasenmäher schon dauernd eins seiner Plastikrädchen ab, weil das Gras an manchen Stellen so fett ist. Die Scilla haben sich noch nicht zurückgezogen, Wiesenschaumkraut gabs gar nicht, um die … Weiterlesen

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Brennnesseln

Nee, das wird jetzt kein Foodblog. Andrerseits: Zwei rote Zwiebeln und ein Schnitz Sellerieknolle kleingeschnipfelt in Kübriskernöl angeschmelzt, dazu einen fußballgroßen Beutel Brennnesselspitzen, möglichst frisch geerntet, ein paar Minuten gedämpft, bis die faserigen Stängel weich sind, Salz und Pfeffer dran … Weiterlesen

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Monsterfriedhof

German Vodoo: Bastelstunde nennen einige Patienten, äh Klienten, verächtlich oder gleich hasserfüllt die psychologisch betreute Beschäftigungstherapie. Dort wurden sie motiviert, ihre Gespenster, Ängste, Süchte, Peiniger, Verfolger, Traumas in Ton zu kneten. Abbilden, bannen, ausdrücken, wie einen Pickel. Danach wurden die … Weiterlesen

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Totholz

„Hier dürfen Bäume wieder alt werden und natürlich sterben“. Steht auf einer der zahlreichen, selbst schon etwas verwitterten Schautafeln in meinem derzeitigen Spaziergangswald. Ein morbid verwunschener Zauberwald, der zum Urwald renaturiert wird. Umgefallene Bäume heißen Totholz und bilden Lebensgrundlage für … Weiterlesen

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Gemeinsames Vorlesen

Heute war ich bei einem Shared Reading. Das ist der letzte Schrei, um die Leute zum Lesen und Bücherkonsum zu bringen, kommt aus Manchester oder doch eher Liverpool?, therapeutisch wertvoll, im Knast getestet, und schadet niemand. Wahre Freunde hatten Facilitater … Weiterlesen

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Ersatzverkehr

Relativitätspraxis: Im Verhältnis zur Geschwindigkeit der Veränderungen bin ich doch eher langsam. Bescheidet ein Aufhebungsvertrag die Aufhebung oder die verragliche Bescheidung? Könnt man a Unterhösle draus schneidern, hieß es bei meiner Großmutter, die mir noch oberpeinliche Unterhosen aus Baumwollgarn strickte, wenn … Weiterlesen

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Noch jemand Fleisch?

Essen ist auch eine Methode der Dezimierung. Abgesehen von diesem einladenden Stilleben am Busbahnhof von Thaket ist das hier ein überraschend  bezauberndes Kaff. Keine Kirchen, nur ein Tempel bislang gesichtet. Die echt geile maps.me-app dirigiert mich zum nächsten Guesthouse, das … Weiterlesen

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Absteigen!

Halbierte Plastikflaschen als Planzentöpfe im Vertikalbeet Das Nervige am Reisen ist das Reisen. Also die Bewegung. Endlose Busfahrten über Schlaglochstraßen mit musikalischer Unterhaltung aus knarzigen Lautsprechern, oder: stundenlanges Warten an staubigen Busbahnhöfen an Stadträndern. Wenn  das eigentliche Ziel der ultimative … Weiterlesen

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Lazy sunday afternoon

Diese Männer schauen nicht das Äffchen an. (Titelsong von The small faces, 1968) natürlich gab es gestern auch Partys mit Buffets, Barbecue, Schokoplätzchen, Laolao-cocktails und Happy Mushrooms. Dröhnen mit blonden Rasta-Kids? Nix mehr für mich, nähere mich mit jedem Tag … Weiterlesen

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Du bist nicht allein

Leute fotografieren ist ja so ne Sache. Das Bild hat eine der Frauen selber gemacht,  ich hab ein bisschen dran rumgespielt. Das lustige Maiskolbenzusammenschmeißen fand an der Südspitze von Don Khone statt, wo man ein Bötchen charten kann. um die … Weiterlesen

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Heiliger Bimbam

Die Prinzessin ist weg. Vor zwei Tagen brach sie mit einem Rollkoffer nach Vientiane auf, dezent gekleidet in der laotischen Uniform (weiße Bluse, blaue Polyester-Trainingsjacke mit Emblem einer westliche Sportmannschaft), der Koffer war leicht, wahrscheinlich wird sie damit voller Shoppingzeugs … Weiterlesen

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Arte povera

James Turrell, Lao style (unvollendet)

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Gardenroute

  ist das wlan vielleicht so lahm, damit ich diese fotomacke mal lasse? Mich vom Netz abnable, mediales detox, informationsabstinenz? Zum Telefonieren benutzt hier übrigens niemand sein smartphone. Wird wie mit dem Lesen (auf Papier) auch diese Kulturtechnik übersprungen? Am … Weiterlesen

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Morning glory

Nur kein Neid jetzt. Es gibt Schlangen, Skorpione und paar Taranteln, Auch Moskitos und wer das Unheil  besonders herausfordert, kann sich  Billharziose im Mekongwasser holen, mit dem ich mir die Zähne putze. Kleine Viper oder so gesichtet. Die Vorstellung fieser Tiere … Weiterlesen

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Animation

  (wlan sehr  lahm, bilder schwierig, deshalb ein paar auf instagram unter docbotsch) Hellblaue Wasserrohre führen vom Mekong zu den Häusern. Damit werden die kleinen Gärten und Hochbeete für Kräuter bewässert, damit dusche ich auch. Das olivgrüne Wasser ist weich … Weiterlesen

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Infantilisierung

  je näher man dem Paradies kommt, desto kindischer wird man.Heißt Glück Verblödung? Wäre eine Idee, der Demenz was positives, Sinn abzugewinnen.

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Indien?

Der Himmel über meiner Schrebergartenhütte in Pankow ist auch Einflugschneise zum Flughafen Tegel. Ich bin mehr für Ausflugschneise, wenn das Blattgold vermodert, ist’s Zeit. Der Reiseblues trommelt,  so zb.: https://kalabmusic.bandcamp.com/album/ank

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Einmachgläser

Es gibt ja nicht bloß wurmstichige und faulpilzige Äpfel bei mir im Garten. Außerdem heißt es Erntedank- und nicht Erntejammerfest. Gelobt sein soll der unermüdlich dicke Früchte tragende Boskopbaum. Besungen und bekniet die Geschenke des Himmels, der Natur oder eines … Weiterlesen

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Fallobst

  Schon wieder Herbstzeitlose… Wir haben ein Problem. Ja, wir. Betrifft nämlich auch die allerordentlichsten Gartennachbarn. Zunehmend breiten sich Seuchen aus, da hilft nicht Zaun noch Hecke, schon gar nicht die penibelst gestutzte. Der Feuerbrand ist eine bakterielle Krankheit, 1957 erstmals … Weiterlesen

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Goethes Gartenhaus

Gärtner brauchen ja keinen Urlaub. Schon gar nicht im Sommer. Ich jedenfalls vermisse jedes einzelne Wochenende, das ich nicht in meinem Schrebergärtchen sein kann. Meine Nachbarn hingegen müssen die Schulferien ausnutzen, um mit ihren Kleinfamilien wegzufahren. Mein Glück, da ist mal … Weiterlesen

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Goethe

  Weimar wieder. Im Park spielen sie Federball, das blonde nackte Kind, eine Flasche  Prosecco an den Bauch gedrückt, rennt über die Wiese. Ich lümmel auf einer Holzbank im Schatten. In meinem Buch geht es um Heimweh nach einer Zukunft, … Weiterlesen

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Vollzeit

Halb elf am Morgen. Als ich nach der Arbeit wieder am Ostkreuz vorbeikomme, ist er gerade aufgewacht: ein hübscher Junge, er blinzelt in die schräge Sonne und wundert sich darüber, dass er im Schlaf sogar Geld verdient hat.

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Sommer

Das ist ein Gruß nach Tel Aviv. Der Baum voller Sauerkirschen steht in meinem Schrebergarten in Pankow. Ich warte auf die Brombeeren, um die Kirschen wieder mit Chili einzumachen. Aber wenn die Brombeeren reifen, beginnt der Herbst. Dann ist schon … Weiterlesen

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Ich sehe rot

Feuerwanzen an der Hermann Hesse Ecke Tucholskistraße. Das kann man nicht erfinden, ist so. Gegenüber steht ein Umspannhäuschen, was ist das überhaupt, in mannshohem Unkraut und sehr lila mit einer Szene aus Tschaikowskis Ballett Schwanensee bemalt.

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Amsel im Spechtloch

  Dieser gutgelaunte Musiker im U-Bahnhof Moritzplatz kommt aus Benin. Der Apfelbaum hängt wieder voller knopfgroßer Früchtchen. Im letzten Jahr hatte eine Windböe die Hälfte des alten, vom Rostpilz geschwächten Baumes abgeknickt. Vor Schmerz hatte der versehrte Riese daraufhin die … Weiterlesen

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Heimspiel

Die Klassiker für den Anfänger: Zwei Sixpack mit Petunien aus dem Baumarkt zum Sonderpreis. Alle knallbonbonrosa, haben die vier laufenden Meter Balkonkasten optimal ausgenutzt. Invasiv, könnte man das schon nennen. Die Geranie hält mit massenhaften Blütenstraußen in Puffrot dagegen. Die … Weiterlesen

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Tausend Jahre Schlaf

Sie ist giftig. Plötzlich ist sie da. Im Frühjahr wuchsen da ihre silbergrünen Blätter. Ihr Lila leuchtet und ist doch voll Anmut gläserner Müdigkeit. Ihr gestärktes weißes Nachthemd. I am tired, I am weary, I could sleep for a thousand … Weiterlesen

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