Vertilgung

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Es ist ja nicht so, dass ich keine Freude an der kulinarischen Unkrautvertilgung hätte. Was im Garten gnadenlos vernichtet wird, macht mich an Stadtbrachen zur Futterklauberin. Plastiktüten immer in der Handtasche vorrätig. Ein älteres türkisches Ehepaar lässt sich animieren, die Frau probiert ein Stück, das ich ihr reiche, dann pflückt sie selber, ihr Mann mit dem Sprung in der Schüssel grast die Böschung ab und fühlt sich nützlich. In etwas Salzwasser kurz gedämpft haben die Hopfenspitzen einen leicht nussigen Geschmack und erinnern ferne an grünen Spargel, wenn er kratzig wär. Als Deko dienen hier die frischen Blätter des Knoblauchhedderichs, der das aktuelle Wildkraut der Stunde ist und das immer noch wuchernde Scharbockskraut um eine scharfe Note ergänzt. Als nächstes kommt der Sauerampfer. Im Gartengroßmarkt an der Kurve Treptower Park  hab ich Gynostemma Pflänzchen gefunden, das Unsterblichkeitskraut, das ich aus Bangkok importiert als Tee trinke. Muss aber nochmal rein, Nachtfrost ist angekündigt. Drinnen läuft die Heizung,  mir ist sowieso kalt.

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9 Antworten zu Vertilgung

  1. Ohne Cevapcici?

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  2. docvogel schreibt:

    ja, mist, sogar ohne lammhack vom südostländer…

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  3. Trippmadam schreibt:

    So gut kenne ich mich nicht aus, obwohl ich gefräßiges Wesen mit hungrigem Blick Grünflächen scanne. Aber in unserer kleinen Stadt gibt es auch nur noch wenig Wildwuchs.

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  4. docvogel schreibt:

    wenn mal erst mal nach einem unkraut die brachen scannt, entwickelt man sich schnell zur sammlerhexe, denn eigentlich kann man fast alles grünzeug essen (und brennnesseln und Hopfen sind da eher die kratzigen)

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  5. pflanzwas schreibt:

    Hopfenspitzen ? Knoblauchhedderich ?? – Die Pflänzchen kannte ich alle noch nicht. Du bist ja echt Stadtselbstversorgerin !! Und klasse, daß du gleich ein paar Passanten mit motivieren konntest 🙂

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  6. dagehtwas schreibt:

    Ja, die lieben „UNkräuter“ – UNgeheure, UNvergleichliche Schätze, in vielerlei Hinsicht!

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