Verstandverleih

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Wie viel wir nicht wissen!  Wie Sandino in einer Hafenbar von Tampico auf B.Traven traf – aber das wollen wir auch nur wissen, wenn jemand wie der begnadete Patrick Deville so darüber erzählt, dass es sich halt wie ein Abenteuerroman liest, den er dann gar nicht schreibt. Ja, ich lese immer noch am liebsten Abenteuerromane. „Viva“ heißt Devilles neuer über Trotzky, Lowry u.a. im Mexiko der Revolution, „Der letzte beste Ort“ von Callan Wink  winkt vom Nachtisch rüber (Suhrkamp, mal wieder, nicht der Nachttisch) mit seinem Wüstencover, bleiches Sand mit Ätherblau. Was für ein dämlicher Gegensatz. Wörter: Verstandverleih (Verleser), Verschwindsucht, Endgerät, Ruhestandsregelung. Transfergesellschaft. Kann ich da überhaupt ohne ein Dünndruckexemplar von Eckhard Henscheids „Trilogie des Laufenden Schwachsinns“ hin? Und ist das nicht alles ein Abenteuerroman, je abgedroschener desto besser“

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