In the Cloud

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So nah hätt’s nun nicht sein müssen. Inzwischen ist der Rest an Hintergund in Nebel verschwunden. Der Himmel ist herunter gekommen, die Ortschaft in einer Wolke versunken, man weiß nicht, ob das noch Regen ist, Nieseln oder einfach eine alles einhüllende Feuchtigkeitsmaske. Der trinkende Wirt ist wieder da, er hat den Schnaps gegen ein neues Hobby eingetauscht, er studiert jetzt alte Münzen und sein Smartphone. Der Bauboom im Ort hat einige bessere Gästehäuser,  hübsche Cafes und Verandarestaurants hervorgebracht, alle sind fast leer. Und ich muss aufhören, mir dauernd besserwisserische businesspläne auszudenken. Vor allen ökologisch nachhaltigen und gesellschaftlich nützlichen  Fortschritten soll gefälligst jeder seinen Enkeln mehr blödes Plastikspielzeug, gefälschte Markenturnschuhe, ein eigene abgaspestendes Moped und ein Haus mit Innenklo aus Beton statt aus Lehm und Binsen kaufen können. Wo verdient die Tochter das Gald dafür?

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