Was auf die Ohren

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Was ist das geil! Die Honda 110er schnurrt über die fast schlaglochfreie Asphaltstraße, nach etwa 50 km zweigt die Hauptstraße samt den paar Lkws Richtung Vietnam ab, nur etwa 100km bis zur Grenze – und dem Ho Chi Minh Pfad. Gemächlich windet sich die Straße undurchdringlich bewaldete Berge rauf und runter, ein großer Stausee hat ein gutes Dutzend Dörfer in sich begraben, bleiche Baumskelette ragen aus dem Wasser, nach knapp drei Stunden erreiche ich eine Brücke, wo man unbedingt im supernetten Gasthaus Sabaidee übernachten soll. Es gibt tatsächlich noch eine letzte spartanische Hütte für mich, thailändische Schlagermusik dröhnt, alle sind schon oder noch betrunken und wild entschlossen, weiter zu feiern. Nebenan im Uferrestaurant johlen erwachsene Frauen zu Karaoke. Von einer Brache neben der Straße schallt Technomüll aus monströsen Boxen, ein paar blaue Plastikstühle stehn und liegen herum,  Freiluftdisco ohne Leute, Musikfolter oder Härtetest für Laustsprecher?  Ich tausche die Geselligkeit glasig glotzender Glatzköpfe aus der ersten Welt und glücklich sabbernder und dazu die Lautstärkeregler aufdrehender Laotinnen gegen eine etwas edlere Bude mit Froschoratorium. Das ist auch irre laut, aber irgendwie besser.

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