Goethe

 

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Weimar wieder. Im Park spielen sie Federball, das blonde nackte Kind, eine Flasche  Prosecco an den Bauch gedrückt, rennt über die Wiese. Ich lümmel auf einer Holzbank im Schatten. In meinem Buch geht es um Heimweh nach einer Zukunft, die längst verpasst ist. Auf dem Marktplatz ist Weinfest. Alle Tische und Tresen sind voll. Auf dem Mäuerchen ist kein Platz mehr. Bänke und Hocker sind im Boden verschraubt. Vor den Mülltonnen, Weimar ist sauberer als Singapur, ist einer frei. Eine Frau setzt sich zu mir, rücklings, wir ruckeln, sodass wir beide Platz haben, ohne uns zu berühren. Nachdem ich mir ein neues Bier geholt habe, setzen wir uns parallel nebeneinander. Angelika war Kindergärtnerin, ist Rentnerin und mit dem Fahrrad da. Sie trinkt Wasser aus ihrer Flasche und raucht Discounter-Zigarrillos. Ihr Telefon klingelt, ja, sie sitze jetzt noch auf dem Weinfest. Wartet jemand auf sie.Sie ist ein Nachtmensch, schon immer gewesen. Ein Typ drängelt sich an unsere Rücken auf den Hocker. Mädels, sagt er, gibts hier auch einen Puff. Wir sind zu sprachlos, um ihn zu bewchimpfen. Erfurt, sagt Angelika, da sei es auch schön. Rauchen wir noch eine zusammen?

 

 

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