Lüften

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Man könnte sich einfach mal wieder in ein Straßencafe setzen und Leute beobachten. Wenig ist unterhaltsamer, als den Berlinern bei ihrem explosiven Exhibitionismus zuzugucken. Sonne raus, Hosen runter, Haut muss an die Luft. „Die Schachtel lüften“ nannte Sevgi Emine Özdamar einmal in einem Roman das Spazierengehen von Freundinnen. Auf der Frankfurter Allee, ehemals Stalin, dann Karl Marx Allee, hat man als Fußgänger die breiten Bürgersteige für sich allein. Im eingezäunten Rosengarten harken Azubis herum, im Biergarten werden Holzmöbel aufgestellt, Cafes gibts hier fast keine. Dafür ist der Luftraum frei und leer wie ein unbeschriebenes Blatt.

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