Ich ist ein anderer

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Wenn man von Rimbauds Satz den männlichen Universalismus herausnähme, also „Ich ist eine andere“ oder, noch besser, „Ich ist was anderes“ sagen würde, dann verliert er gleich sein Pathos. Rimbaud verbrachte die letzten Jahre seines kurzen Lebens als Händler für Kaffee, Waffen, Sklaven in Harar im südöstlichen Äthiopien. Ein schönes kleines Museum erinnert an den Dichter, der dort keiner mehr war, man muss einfach nach „Rambo“ fragen.  In das seinerzeit abgeschottete, unabhängge Emirat Harar hatte es als einziger Reisender aus Europa zuvor der „Weltensammler“ ( Ilija Trojanow) Richard Francis Burton geschafft, verkleidet als ein anderer. Ich zieh jetzt die Thrombosesocken an und fahr zurück in mein „anderes“ Leben.

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