Der Markt, ein paar Worte zum Geld

 

image

 

 

Tankstelle am Hafenpier

Der Kapitalismus ist ein System vom Mond. Die Geldwirtschaft hier so bizarr wie unvernünftig. Alles was man für den  unmittelbaren Lebensunterhalt braucht -und selbst erzeugt – kostet quasi nichts. Für zehn Kina, ca. 3-4 Euro, gibt es eine Dose Bier, einen etwa fünfpfündigem Thunfisch, 100 Süßbananen, 50 Betelnüsse, 50 in Zeitungspapier gerollte Spears, also Zigaretten, einen Tabakszopf, 50 Kokosnüsse, zwei Kilo Reis, zwei Liter Benzin. Mit dem, was die Leute hier selbst erzeugen, kann man kein Geld verdienen, die Schnitzereien sind spottbilig. Das einzige, das sie zu verkaufen haben sind Bilder – Fotos von Yamshütten oder auch kitschigen Mdonnenstatuen kosten mich immer einen Obolus. Dafür hab ich jetzt immer einen Tabakszopf dabei, der jeden Dorfältesten strahlen lässt. Mit Tourismus wird das hier nichts. Der Flug von Singapur mit Air Niugini (ein schönes Beispiel für tok pisin = talk pidgin) kostet ca 1500 Euro, die Lodge pro Nacht 100, aber das ist ja irgendwie auch ein guter Schutz. Das Hotel im Dorf Gusaweta, wo die Katholen aus Padua eine Mission haben, brannte in den 70ern lichterloh ab. Warum weiß keiner.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Arbeit, Armut, Insel, Reise, reisen abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s