Handarbeit

 

 

Die ältere Frau, die den Kutter steuert, mit dem man den Fluss zur Innenstadt überquert, hat lange silberne Fingernägel. Ein Mädchen mit einer Rollbude macht den besten Kaffee. Beim Markt säumt eine Näherein meine abgeschnittene Gartenhose. Im Fischerzubwhörladen wollen die zwei Frauen mir keine Angelschnur verkaufen und vertehen nichts von Haken für große Fische. Der blinde Masseur trägt eine Sonnenbrille. Er drückt so fest und lange auf die Stellen an meinem Rücken und den Beinen, bis der Schmerz nachlässt. Er kennt alle Triggerpunkte entlang des Nervenstrangs, der von der Bandscheibe eingeklemmt war. Wie lang eine Stunde sein kann, dann ist sie plötzlich vorbei. Zurück auf der Straße brennt die Sonne immer noch so grell, dass ich den Schatten entlang schleiche. Neben dem verlassenen Ruinentempel ist eine große Kaffeebar: Imagine all the people, nothing to kill and to die for, and no religion too.

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