Markierungen.

Die Dame rechts hat meinen Oberarm mit Indianermustern bemalt

Die Dame rechts hat meinen Oberarm mit Indianermustern bemalt

Als ich Wetter in Palmas googelte, hieß es 18 Grad. Es sind aber eher 35, denn das Palmas wo ich inzwischen bin nach zwei weiteren Flügen, das liegt nicht auf den Canaren oder Mallorca, sondern in Äquator- und Amazonasnähe. Palmas ist eine Retortenstadt, erst vor 25 Jahren gegründet, riesig in die leere Fläche getreten, in Rastern durch sechsspurige Straßen geteilt, jede Kreuzung ein Kreisverkehr. Selbst der kurze Weg zu Fuß zum Supermarkt ist lebensgefährlich. Immerhin, es gibt einen in der Nähe, um die Minibar aufzufüllen. Eine neue Stadt ohne Nahverkehrsmittel, gebaut für die Autolobby. Läden für Reifen, Batterien, Autoalarmanlagen, Autowerkstätten säumen die öden Schneisen durch ein plattes Land, das sich mit ein paar mickrigen Bäumen und begrünten Kreiseln mühsam von der Savanne ringsum abhebt. Was zur Hölle mache ich hier? Ich bin eingeladen vom Goethe-Institut. Zusammen mit einem Dutzend zumeist brasiliansichen Künstlern. Denn in dieser gesichtslosen Rasterstadt findet die Olympiade der indigenen Völker statt. Die Maori reissen die Flamme an sich und rennen schon mal los.

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2 Antworten zu Markierungen.

  1. gartenkuss schreibt:

    Klingt ein bisschen nach Grusel-Realismus. Pass auf dich auf. LG aus Europa von gartenkuss 🌸

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