Vater gießen

besuch im garten

besuch im garten

Wieder im Schwäbischen. Der Mutter einen Strohhut aufgesetzt und zur Eisdiele geschoben. Wie idiotisch. Es hat 42 Grad, sie hat nach kürzester Zeit einen knallroten Kopf und wir müssen uns wieder ins Heim zurück verziehen. Da gibts Kreislaufkollaps-Alarm. Herr Heimat-Deine-Sterne erträgt die Hitze nicht, Lore, nach der er ruft, ist schon lange nicht mehr da. Alle anderen Heimbewohner leiden auch und wollen nur noch ins Bett. Mene Mutter lässt sich fünf Becher angedickten Apfelsaft einflössen – sonst kann wie ihn nicht schlucken – und kriegt im Nu ihre rosige Gesichtsfarbe zurück. Ich geh Bier kaufen und das Grab meines Vaters gießen. Zuhause steht ein Reh im Garten, keine fünf Meter von meinem Küchenbänckchen entfernt, es guckt mich an, ist null scheu, scheint sich hier zuhause zu fühlen, es frißt die Fetthenne ab und ein bisschen in den Beeten unserer kroatischen Untermieterin herum. Dann stolziert es davon in die einbrechende Nacht.

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