Friede den Hütten

  • da muss man ja nix zu sagen

    da muss man ja nix zu sagen

  • Am Sonntag kann sogar ich mal in der Hängematte liegen. Und nachlesen, dass in Kambodscha im Jahr 2013 nur 22 % der Kinder auf dem Land, wo immer noch 80 % der Bevölkerung lebt, eine Schule besuchen. Man muss den Lehrer mit etwas Geld bestechen, der muss an seinen Vorgesetzten etwas abdrücken, der wiederum an die nächst höhere Person usw. Das Mandarinsystem, seit den alten Khmergottkönigen unverändert. Aber immerhin gibt es jetzt Schulen. Noch nicht so lange, die Franzosen, die 1863 das Land von König Norodom als „Protektorat“ übernahmen, fanden Schulen für die illiteraten Khmer eigentlich auch überflüssig, erst Mitte 1930 richteten sie die ersten ein in Phnom Penh, um sich ein paar einheimische Verwaltungsangestellte heranzuziehen. In den Fünfzigern – 1953 mussten sie ihre Kolonie Französisch Indochine aufgeben, äh in die Unabhängigkeit entlassen – schickten sie ein paar Begabte nach Paris, einer davon begeisterte sich dort für die Salonmaoisten und  nannte sich später Pol Pot.  Bei den Mönchen, die jahrhundertelang das einzige Bildungssystem betrieben, lernten die Jungen vor allem, dass man zufrieden sein muss, mit dem was man hat, und sich immer brav den existiernden Hierarchien beugen muss. Nicht aufmucken, keine Initiative, keinen Ehrgeiz entwickeln. Die Mädchen lernten eh nichts, außer sich den Männern zu unterwerfen. Bis 2007 noch war ein traditioneller Text Schulstoff, das Chbab Srey, in dem den Mädchen eingetrichtert wurde, ihren Gatten zu ehren und ihm niemals zu widersprechen, egal wie arm und dumm der sei. Meiner oberflächlichen Wahrnehmung zufolge, sind die kambodschanischen Männer aber immerhin ausnehmend stolze Väter, die dauernd ihre Babys und Kleinkinder auf dem Schoß haben oder mit sich herumtragen. Und den Laotenvater seh ich auch im Mekong stehen  und Kindeklamotten waschen, während die Mutter Filterzigarette rauchend mit anderen Frauen trascht.Versteh ich das?

    mein bungalow bei mr. bounhom

    mein bungalow bei mr. bounhom – so viel Luxus haben nicht alle Einheimisxhen hier.

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