Zurück zur Zivilisation

tresenkatze in kampot

tresenkatze in kampot

Ein letztes Bad im Meer, die Dusche hat eh ihren Betrieb eingestellt. Wehmut beim Aufbruch, wahrscheinlich werde ich nie mehr im Leben hierhin zurückkehren. Seufz. Kein Blick zurück. In Kampot bringt mich ein Mopedfahrer zur Long Villa, gleich beim Markt. Zimmer mit Bad und sogar Warmwasser ist sehr ordentlich (6$), aber der Ausblick geht auf das, was sich einmal zu einem Industriegebiet entwickeln möchte. Zu Fuß wandere ich ein kurzes Stück die viel befahrene Straße hinunter zum Fluß. Bei Tiki gibts seriösen Kaffee mit Katze und ein Zimmer (7 $) mit Gemeinschaftsbad. Auf dem Tropenholzdielen vor der Zimmertür liegen Köttel. Rate! sagt der französische Gasthaus-Betreiber, und lacht entwaffnend. Ratte, soo groß, er breitet die Arme einen halben Meter aus, die Katze hätte Angst vor ihr und ja, es könnt schon mal passieren, dass ich ihr nachts auf dem Weg ins Bad begegne, das sei halt so am Fluß, der direkt und zugemüllt an der hübschen Korbstuhlverandabar vorbeifließt. Er empfiehlt mir ein anderes Guesthouse von französischen Expats, das ich aber nicht finde. Inzwischen ist es high noon, die mit zweistockigen Kolonialstilhäusern bestandenen Sträßchen sind wie ausgestorben. Am neuen Markt, in Sicherheitsabstand vom Fluß und im vierten Stock gibt es bei einem von Einheimischen betriebenen Hotel ein feines Zimmer (8$, – die ansteigenden Preise nur wegen der berechtigten Unterstellung, ich würde immer das billigste nehmen) also Zimmer mit mintgrünen Wänden, Stuckdecke, weiße Bettlaken, Flatscreen, Fenster mit Aussicht über rostbraune und hellblaue Wellblechdächer und pompös balustradengesäumten Dachterrassen mit Wäscheleinen. Auf unserer Dachterrasse, klar, sitzt eine Australierin mit Laptop in den Rattanmöbeln und großen Kissen, die noch älter ist als ich. Sie hat überall Warzen und Knubbel auf der Haur, was sie nicht davon abhält, ihre Fülle in kurzen Hosen und Tanktop mit Kajalaugen zur Schau zu stellen. Hier bleib ich erstmal.

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