Randgruppe

wozu braucht man sxhränke, wenn man nichts hat zum reintun?

wozu braucht man schränle, wenn man nichts hat zum reintun?

Wovon leben die hier? Es gibt Wasser, Wasserspinat, Wassergurken und Bambussprosse, bestimmt ein paar essbare Früchte – und Fische.  Man hängt sein Netz rein und holt es wieder raus, eine einfache Drahtreuse tuts auch, und schon hat man einen Eimer voll, genug Protein für die ganze Familie. Aber woher kommt das Geld für die Netze, den Draht, den Reis, das Salz, die T-Shirtfetzen, das Wellblech? Es gibt weit und breit keine Konservenfabrik, gibt es überhaupt so etwas in Kambodscha? Die schwimmenden Hütten am Tonle Sap haben keinen Strom, trotzdem sind vereinzeltarchaisxhe Sntennen zu sehehn, ein Radip lässt sich mot einer Sutobatteroe betreiebn. Aber kein Kühlschrank, man kann den Fang pökeln und in der Sonne trocknen, an einigen schwimmenden Häusern der Volkspartei stehen Waagen, da kann der Fang abliefert werden, vielleicht kommen von hier all die Massen winziger getrockneter Garnelen, die ausgebreiteten Flunder und papierdünn geschrumpelter Oktopusse, die alle Märkte parfümieren. Der Tonle Sap ist über seinem Abfluss mit dem Mekong verbunden, bei Monsum schwillt dieser so an, dass der Fluss seine Richtung ändert und den See speist mit gelbbraunen Wassermassen und fruchtbarem Schlamm, in dem es von Fischen, Krebsen und Süßwasserkrabben wimmelt. Wir tuckern über acht Stunden über das teilweise nur knapp meterhohe Gewässer, vorbei an an Siedlungen mit einer Volksschule, an Dörfern mit Krämerläden, an blau und hrün gestrochende HolzHäuswe mit Blumentöpfen und Hühnern, an Hütten nur aus zerfranstem Bananenblattwänden, einem notdürftig befestigten Plastikplanendach auf einem Bambusfloss. Je mehr wir uns der Zone nähern, in der das immer flacher werdende Gewässer in vereinzelte Sandbänke, in Schlamminseln voll Zivilisationsmüll, dann ganz langsam in Festland übergeht, desto ärmlicher werden die Behausungen. Es ist kein Ufer, es ist der selbst verschwimmende Rand zwischen zwei Existenzformen und da ist der Slum, die Kloake, fingergroße Fische dümpeln tot an der Oberfläche. Nichts ist mehr pittoresk, wir haben alle aufgehört zu fotografieren, obgleich die nackten Kinder immer noch winken und uns zujohlen. Und auch hier, gerade hier?, färben sich junge Frauen die Haare orange. In Battambang angekommen, gehe ich schnurstraks ins Hotel Royal.

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